Über mich

„Hundetrainerin ist doch kein richtiger Beruf.“

Das war lange Zeit mein wenig informierter Gedanke. Deshalb begann ich zuerst mit dem Studium der Germanistik und Allgemeinen Sprachwissenschaften in Göttingen, mit dem Ziel, Journalistin zu werden. Das Studium machte mir Spaß, trotzdem merkte ich schnell: Mein Herz schlägt für etwas anderes.

Schon von klein auf spürte ich eine große Verbundenheit zu Tieren. Ich liebte die Ausritte mit unseren Isländern, nach starkem Regen war ich immer die erste auf „Regenwurmrettungsmission“ und war durch den Beruf meines Vaters als Forstbeamter auch immer von Hunden umgeben.

Während meines Studiums begann ich, mich intensiver mit dem Beruf als Hundetrainerin zu beschäftigen. Praktika zeigten mir, dass es sich nicht nur um einen “richtigen Beruf“ handelte, sondern um eine vielschichtige und anspruchsvolle Tätigkeit (mehr dazu in Philosophie).
Ich war jedoch fest entschlossen, mein Studium erfolgreich abzuschließen und begann deshalb parallel zu meinem Bachelor im Jahr 2017, die Ausbildung zur Hundetrainerin bei „Martin Rütter DOGS“ in Bonn. Die Ausbildung war intensiv und lehrreich. Besonders fasziniert war ich von den Bereichen Körpersprache und Kommunikation, um Hunde richtig einzuschätzen und verstehen zu lernen. Im Jahr 2019 wagte ich schließlich in Hannover den großen Schritt in die Selbstständigkeit. Dort war ich insgesamt 5 Jahre mit der Hundeschule „Martin Rütter DOGS Hannover“ selbstständig. Bis heute bin ich glücklich, diese Berufsentscheidung für mich getroffen zu haben.

Mit der Entscheidung, Hundetrainerin zu werden zog auch mein erster eigener Hund ein: Meine Scottish Deerhound Hündin Elvin. Sie wurde zu meiner größten Lehrmeisterin, da sich mit der Zeit Themen entwickelten, mit denen auch viele meiner Kund:innen zu kämpfen haben.Wie fühlt man sich wenn der eigene Hund an der Leine randaliert, Aggressionen gegenüber Artgenossen zeigt oder zum Jagen am Horizont verschwindet? Wie ist es wenn die Vorstellungen vom Leben mit dem eigenem Hund doch nicht so ausfallen wie anfangs gehofft? Elvin hat mich gelehrt, wie erfüllend es sein kann, aus Herausforderungen neue Perspektiven zu entwickeln und eigene Erwartungen zu übertreffen.

Elvin verstarb im Jahr 2024 und hinterlässt eine riesige Lücke. Sie prägte meinen Entschluss, mich weiterzubilden: Im selben Jahr begann ich mit der Ausbildung zur Hunde- und Pferdephysiotherapeutin an der ATM, da ich vor allem durch meine eigene Hündin lernte, wie stark sich körperliche Einschränkungen auf das Verhalten des Hundes auswirken können. Ich entschloss mich, meine Selbstständigkeit unter eigenem Namen fortzuführen und in dem Zuge meinen lange gehegten Wunsch, nach Hamburg zu ziehen, umzusetzen.

Und nun bin ich hier! Ob über Fortbildungen oder durch meine Kund:innen, bis heute lerne ich immer neu dazu und bin gespannt auf die tollen Menschen und Hunde, die mir hier zukünftig begegnen werden. Ich freue mich darauf, dich und deinen Hund kennenzulernen und euch ein Stück auf eurem gemeinsamen Weg zu begleiten.